Als ich gestern die Spiegel-Titelstory (Ausgabe 33/2009, ab Seite 68) “Netz ohne Gesetz” las, bin ich an einer Stelle hängen geblieben, die mich stutzig gemacht hat (neben vielen anderen Teilen). Auf Seite 78 ist folgender Absatz zu finden:
Einem Staat, der die Kontrolle über die Parallelwelt des Internets zurückgewinnen will, bleibt ein letztes Mittel: Ausweiskontrolle. Bevor die Staatsbürger in den Cyberspace abschweben, so könnte es gehen, müssen sie sich mit Name und Adresse identifizieren. Die deutsche Justizministerin, die solche Modelle prüfen lässt, hat den großen Guru auf ihrer Seite. „Der Trend zur Identifikation im Netz ist nicht zu stoppen“, das verkündet Lawrence Lessig seit langem.
Ich dachte mir, irgendwie war da doch was? Richtig! Die Bundesreigeriung arbeitet doch gerade mit Hochdruck an dem neuen Personalausweis, dem elektronischen Personalausweis (ePA). Mit “Sonderfunktionen” die kein Mensch braucht. Das wäre doch die perfekte Möglichkeit jeden Bürger im Netz “eindeutig” zu identifizieren. Und man muss auch kein Verschwörungstheoretiker sein, um das für möglich zu halten.
