Die Ignoranz unseres Wirtschaftsministers ist wirklich erschreckend.
Beiträge mit dem Tag ‘sperre’
Danke, Franziska!
8. Mai 2009Mini WordPress Plugin zur Unterstützung der Mahnwache
15. April 2009
Am Freitag, den 17.04.2009 trifft sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in den Räumen des Bundespresseamts um mit diversen deutschen Internetprovidern die “freiwillige Selbstverpflichtung” zur Zensur mutmaßlicher Kinderporno-Seiten zu unterschreiben. In der Zeit von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr findet im Rahmen dieses Treffens vor dem Bundespresseamt in Berlin eine Mahnwache statt. Da Berlin für eine gute halbe Stunden stillen Protest etwas weit weg ist, ich diese Aktion aber gerne unterstützen wollte, habe ich ein kleines WordPress Plugin geschrieben, dass am 17.04.2009 in der Zeit von 9:00 Uhr bis 9:30 Uhr alle WWW-Anfragen an eine Seite innerhalb des Plugins umleitet.
Das Plugin ist schnell installiert:
1. Plugin herunterladen
2. Datei entpacken
3. Ordner “wp-mahnwache” nach wp-content/plugins hoch laden
4. Das im Plugin im WP-Admin unter Plugins->verwalten aktivieren
5. fertig
Bei Bedarf kann die Seite, auf die umgeleitet wird, den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Hierzu einfach die Datei mahnwache.php (befindet sich im Plugin-Ordern “wp-mahnwache”) in einem Editor der Wahl öffnen. Die einwandfreie Funktionalität der Weiterleitung kann über den Aufruf der folgenden URL getestet werden:
Hinweis: Die Umleitung erfolgt nur bei nicht angemeldeten Benutzern!
[download id="5"]
Version 0.5
Arcor Sperre Reloaded
20. September 2007Bettina Winsemann hat in einem Telepolis Artikel noch einmal die Geschehnissen der Arcor-Porno-Sperre zusammen gefasst. Dort heißt es u.a.:
Da nunmehr die Sperrungen zurückgenommen wurden, beeilte man sich bei Arcor mit der Schadensbegrenzung, gab jedoch auch unumwunden zu, vom Internet wenig Ahnung zu haben. Anders kann die Äußerung, die gegenüber der Presse getätigt wurde, jedenfalls kaum interpretiert werden. So hieß es, die Sperrung der zahlreichen Websites sei “versehentlich” erfolgt, [extern] man sei sich nicht bewusst gewesen, dass auch weitere Domains die betroffenen IP-Adressen nutzten.
Viel interessanter finde ich allerdings, dass Isis 2001 (damals mit Arcor Beteiligung, heute komplett in Arcor integriert) ein ähnlicher Faupax unterlaufen ist. Damals hatte man auch eine IP-Adresse und damit weitere, nicht betroffene, Webseiten gesperrt. Arcor ist also schon 2001 zu der Erkenntnis gekommen, dass eine IP-Sperre alle Websites, die auf dieser IP-Adresse laufen, ungeachtet ihres Inhaltes, sperrt. Hat man wohl vergessen, sich zu notieren.
Des Weiteren wird noch einmal das bestätigt, was ich schon in meinem ersten Beitrag über Arcor angesprochen hatte:
Was also wie ein vermeintlicher Einsatz für den Jugendschutz aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Krieg zwischen Pornoanbietern off- und online, bei dem das Jugendschutz (unter anderem) als Waffe eingesetzt wird. Würde man dies auf gerichtlichem Wege versuchen, wäre dies zeit- und kostenintensiv, findet man jedoch willfährige Provider, so kann man diese Hürde umgehen.
Arcor sperrt (ein Paar) pornographische Inhalte [2. UPDATE]
11. September 2007Wie heise online berichtet hat der bekannte Internet-Provider Arcor einige Seiten mit pornographischen Inhalten für seine Kunden gesperrt. Die entsprechenden Seite sind nicht mehr (direkt) aufrufbar.
Erster Anlauf von Zensur in Deutschland? Nein, hinter der Aktion stecken reine wirtschaftliche Interessen, oder vielmehr: unlauterer Wettbewerb. Laut Arcor-Unternehmensprecher Paul Gerlach seien die “pornografischen Inhalte ohne – oder ohne ausreichende – Altersverifikation frei zugänglich”. Im Internet? Nein, so was gibt’s?
Anlass für die Sperre ist eine Aufforderung zur Sperrung der betreffenden Inhalte. “Bis zur Klärung der Rechtsbewertung ist Arcor dieser Aufforderung freiwillig gefolgt. Die entsprechenden Seiten sind daher vorläufig aus dem Arcor-Netz nicht erreichbar”, erklärte Gerlach. Diese Aufforderung kam von einem deutschen Unternehmen, dass selber entsprechenden Inhalte im Internet (mit Altersverifikation) anbietet.
Ich empfehle an dieser Stelle einen Blick auf diese Seite (Vorsicht: Inhalt erst ab 18!), und einen anschließenden Klick auf den Link zum Impressum oben rechts.
[UPDATE]
Zum Thema wirtschaftliche Interessen und pornographische Inhalte sollte man sich im Rahmen der Aktion von Arcor einmal diesen Artikel durchlesen. (Danke an XSized für den Link). Und nicht zuletzt hat ja Google bereits seit einiger Zeit, aufgrund von deutschen Behörden, Youporn aus dem Programm genommen.
[2. UPDATE]
Mittlerweile soll zumindest eine Seite aus dem Arcor-Netz wieder erreichbar sein. Nicht jedoch, weil Arcor die Sperre aufgehoben hat, sondern weil die Betreiber der betroffenen Seite die IP-Adresse geändert haben. Des Weiteren berichtet mittlerweile (mit treffendem Bildmaterial) WELT ONLNE von der Arcor-Aktion. Nach Informationen der Nachrichtenagentur handelte es sich bei der Aufforderung zur Sperre um eine einstweilige Verfügung der Hannoveraner Firma Kirchberg Logistik GmbH, welche selber Anbieter pornographischer Inhalte ist.
Es wird immer deutlicher, dass hier der ISP als Mittel zum Zweck im “Porno-Krieg” benutzt wurde.
