Beiträge mit dem Tag ‘server’

Blogparade: Show me your Host!

6. Dezember 2009

Jens Hellmeier fragt in seiner aktuellen Blogparade, “welcher Webhoster ist der beliebteste, der beste, der günstigste oder der idealste für uns Blogger?”. Da schließe ich mich gerne an. Hier sind meine Antworten:

1. Bei wem liegt der Webspace, auf welchem euer Blog gehostet ist?

Alle privaten (Blog(s), Photoblog, Podcast) und geschäftlichen Seiten liegen seit ca. 4 Monaten bei Hosteurope.

2. Für welche Art Hosting habt ihr euch entschieden (Webspace, vServer, Root-Server)?

Nachdem ich lange Zeit immer Webspace genutzt habe, “gönne” ich mir seit dem Umzug zu Hosteurope einen Root-Server.

3. Warum?

Ich bin immer wieder an den Punkt gekommen, wo mir Standard-Webspace zu unflexibel. Mal eben einen Server-Server aussetzen, eine Ruby on Rails Anwendung (problemlos) deployen oder einen Tomcat Server aufsetzen ist i.d.R. nicht möglich. Deshalb hatte ich schon lange den Wunsch nach einen Root-Server. Meine Erfahrung mit vServer waren eher bescheiden, und bis zu letzt waren mir Root-Server auch noch zu teuer. Bis ich dann das Angebot von Hosteurope fand.

4. Welche Vorteile bietet dein Angebot/Hoster?

Der größte Vorteil ist aus meiner sich natürlich die Flexibilität die ich jetzt habe. Alles das, was ich Installieren möchte, kann ich auch installieren. Darüber hinaus sehe ich auf jeden Fall das Preis/Leistungsverhältnis. 160 GB Speicherplatz und 1,5 TB Traffic im Monat, dazu Monitoring und Backup zu einem Preis unter 40 Euro, finde ich absolut okay.

5. Welche Nachteile bietet dein Angebot/Hoster?

Der Nachteil meines Angebotes ist eher ein generelles, als ein spezielles Problem meines Hosters. Man muss sich bein einem Root-Server um Updates und Installation natürlich selber kümmern. Dies gilt nicht nur für das System als solches, sondern auch für alle Anwendungen. Ebenfalls nicht ganz so zufrieden bin ich mit dem eher unübersichtlichen Kundenmenue. Aber hier sind wir bereits bei “Jammern auf hohem Niveau”.

Ordnerumleitung mit Windows XP SP3 und Windows Server 2003

9. Oktober 2009

Heute ist einer dieser Tage, an denen man sich als Administrator fragt: WTF???!!!(§$/§(“)/(§/&

Hintergrund
Innerhalb einer unserer Domänen befinden sich Rechner mit Windows XP Professionell. Auf diesen Rechnern wurde irgendwann mal ein Benutzer erstellt, dessen Profil nun Grundlage für neue Benutzer ist (Stichwort: Mandatory Benutzer).

Da auf den Rechnern u.a. relativ viele Software-Altlasten liegen, habe wir beschlossen, eine neue Komplett-Installation vorzunehmen und diese dann als Image auf alle Rechner zu verteilen. Innerhalb dieser Neuinstallation wurden natürlich auch aktuelle Patches und Updates eingespielt, u.a. auch Windows XP Service Pack 3.

Die Rechner erhalten per Gruppenrichtlinie die Anweisung, den Ordner “Eigene Dateien” auf den Basisordner des angemeldeten Benutzers umzulegen.

Problem
Beim Testen der Neuinstallation mit Domänen-Benutzern stellten wir fest, dass die Ordnerumleitung nicht mehr funktionierte. Allerdings auch nicht immer, sondern immer abwechselnd. Meldete man sich ab und wieder an, funktionierte die Ordnerumleitung. Bei der nächsten Anmeldung wieder nicht und so weiter und so fort. Die Ereignisanzeige gab fleißig die Event ID 107 mit der Quelle “Folder Redirection” aus. Allerdings brachten die bis dato vorliegenden Lösungen keine Abhilfe.

Auf den alten Rechner funktionierte die Ordnerumleitung mit dem gleichen Domänen-Benutzer ohne Probleme.

Theorie
Nach knapp 2 Tagen Fehlerrecherche und Analyse, hatte ich die Theorie, dass das Profil des sich anmeldeten Benutzer unter Windows XP SP2 (oder ggf. sogar SP1) erstellt wurde. Genau diese Profile funktionierten aber nun in Bezug auf die Ordnerumleitung nicht mehr mit Windows XP SP3. Anhand der Fehlerlogs und der Ereignisanzeige deutet alles auf fehlende Zugriffsrechte bei der “Folder Redirection” hin. Dies konnte man auch sehr gut im Logfile unter c:\windows\debug\userenv.log erkennen.

(Vermeintliche) Lösung
Erster Ansatzpunkt waren zunächst die Gruppenrichtlinien. Aber hier stellte sich relativ schnell heraus, dass die GPO einwandfrei geladen werden. Irgendwann stieß ich dann bei meiner Recherche auf die fdeploy.dll.

Mit der clientseitigen Erweiterung (CSE) für Ordnerumleitung, fdeploy.dll, werden die Gruppenrichtlinieneinstellungen für Ordnerumleitung verarbeitet.

Auf Basis meiner Theorie und den Hinweisen aus diversen Blogs und Foren habe ich die fdeploy.dll auf dem neuen Rechner mit Windows XP SP3 durch eine Version von einem Rechner mit Windows XP SP2 ausgetauscht. Und siehe da, nach einem Neustart funktionierte die Ordnerumleitung bei jeder Anmeldung und bei jedem Domänen-Benutzer ohne Probleme.

Zu viel Langeweile im Serverraum

20. Januar 2009

via: hostblogger.de

Fake Sendmail: Sendmail für Windows

14. Juli 2008

Wer einen Windows-Server betreibt, kennt das Dilemma, wenn es darum geht den E-Mail Versand einzurichten: Tools wie Sendmail oder Postfix gibt es nur in der Linux-Welt. Windows bringt zwar einen eigenen SMTP-Dienst mit, aber meine Erfahrungen damit, vor allem die Funktion als SMTP-Relay, sind mehr schlecht als recht. Dies führt dazu, dass zu separaten Software-Lösungen gegriffen wird (z.B. Hamster), die einen “relativ” langen Konfigurationsaufwand benötigen, und bei falscher Konfiguration im schlimmsten Fall den eignen Server zur Spamschleuder machen.

Abhilfe schafft da ein kleines OpenSource-Tool Byron Jones das ich seit einiger Zeit erfolgreich im Einsatz habe: Fake Sendmail. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Art Sendemail Adaption für Windows. Nach dem entpacken des nur 450 kB Archives, stehen zwei Dateien zur Verfügung. Zum einen die sendmail.exe und zum anderen die Konfigurationsdatei sendmail.ini. In dieser müssen die Einstellungen für den SMTP-Server vorgenommen werden, denn Fake Sendmail gibt die E-Mails an einen “echten” SMTP-Server weiter, welcher dann die E-Mails zustellt. Im Gegensatz zu einem lokalen SMTP-Server arbeitet Fake Sendmail aber nicht als Server-Dienst, sondern als Kommandozeilen Tool. Auf der Seite von Sendmail steht auch einen SSL/TLS-Erweiterungen zur Verfügung, so dass auch verschlüsselter Versand möglich ist.

Möchte man eine Web-Anwendung oder eine Programmiersprache mit Fake Sendmail ausstatten, muss lediglich der Pfad zur sendmail.exe hinterlegt werden. Die Konfiguration für PHP sieht z.B. wie folgt aus (Pfad muss natürlich den eigenen Gegebenheiten angepasst werden):

sendmail_path = "C:\Webserver\sendmail\sendmail.exe -t"