Beiträge mit dem Tag ‘macbook’

scNet: 94 Euro Lehrgeld beim Premium Support

25. März 2009

Seit einigen Monaten hat mein MacBook Probleme mit der Sound-Ausgabe. Der Ton setzt in unregelmäßigen Abständen für einige Sekunden (oder auch mal länger) komplett aus. Ergänzt wird das Ganze um ein leichtes Knacken der Boxen. Das Problem tritt immer alle 2-3 Monate auf; in der Zwischenzeit läuft alles reibungslos. Die Apple-Hotline konnte das Problem bisher immer mit demZurücksetzen des PRAM und NVRAM lösen, was ich dann auch immer fleißig alleine gemacht habe. Allerdings brachte mich dies zuletzt auch nicht weiter, so dass ich einen Apple-Premium-Partner aufsuchen musste.

Meine Wahl viel auf die Firma scNet in Essen, da ein Bekannter von mir dort sein Macbook gekauft hatte. So machte ich mich auf den Weg nach Essen und gab mein Macbook zusammen mit einer Kopie meines Apple Care dort ab. Zwei Tage spätere meldete sich scNet, und teilte mir mit, dass mein Macbook zur Abholung bereit stehe. Auf meine Nachfrage ob man das Mainboard ausgetauscht habe, antwortete der Techniker mit “Nein, ich habe einen Festplattediagnose durchgeführt, jede Menge fehlerhafte Zugriffsrechte gefunden und jetzt geht es wieder. Allerdings müssen wir Ihnen dafür 79 Euro in Rechnung stellen. Software-Fehler fallen leider nicht unter Apple Care”. Nachdem ich mich wieder etwas beruhig hatte, machte ich mir auf den Weg das Macbook abzuholen. Zur Kasse bat man mich dann mit 94 Euro – der Techniker hat wohl die Mehrwertsteuer vergessen. Ich verbuchte die komplette Aktion als Lehrgeld. Wer soll schon darauf kommen, dass Soundprobleme mit dem Reparieren der Zugriffsrechte behoben werden? Ich musste noch einige Dinge erledigen und legte das Macbook zunächst ins Auto. Gegen Abend nahm ich dann das Macbook zur Hand und wollte es ausprobieren. Viel ausprobieren konnte ich allerdings nicht, da ich nach dem Aufklappen einen kurzen Wurtausbruch erlebte, denn links und rechts neben dem Touchpad erstreckten sich zwei lange Risse im Gehäuse. “Glücklicherweise” hatte die Firma scNet bereits geschlossen, so dass ich über die Ganze Sache eine Nacht schlafen konnte. Am nächsten Tag stand ich pünktlich zur Öffnung auf der Matte um mal dezent nachzufragen, wo denn die Risse auf einmal herkommen? “Das ist Topcase Splinting. Ein bekanntes Problem dieser Macbook Serie”, antworte der Techniker, der mit einen Tag zuvor das Macbook für 94 Euro zurück gegeben hat. Das Ergebnis einer kurzen Diskussion war dann, dass man sich keiner Schuld bewusst sei. Die Risse müssen wohl in der Zeit aufgetreten sein, in der das Macbook in meinen Auto lag – vermutlich waren es die Zwerge, die in meinem Auto leben. Ich gab das Macbook erneut ab und konnte es zwei Tage später mit ausgetauschten Topcase wieder abholen. Bezahlen musste ich diesmal natürlich nichts, denn Topcase Splinting fällt unter Apple Care. Die Firma scNet habe ich aber definitiv zum letzten Mal besucht.

Ich bin wirklich immer bereit für Dienstleistungen entsprechendes Geld zu bezahlen. Auch wenn es Lehrgeld ist. Aber die Risse waren bei der ersten Abgabe des Macbooks nicht vorhanden. Und ich glaube nicht, dass sie in den 4 Stunden aufgetreten sind, in denen das Macbook im Auto lag. Von daher ist die Vermutung nahe, dass die Risse während der Zeit bei scNet aufgetreten sind. Wenn das Macbook unversehrt gewesen wäre, hätte ich kein Problem mit den 94 Euro gehabt, aber von einem “Premium Support”, dem hier offensichtlich ein Missgeschick passiert ist, hätte ich ein wenig mehr Kundenservice oder zumindest eine Entschuldigung erwartet.

Sollte jemand sein Gerät auch bei der Firma scNet in Essen abgeben (müssen), so habe ich noch zwei Tipps. Lasst euch Bestätigen, dass ihr bei kostenpflichtigen Reparaturen benachrichtigt werdet bevor die Reparatur durchgeführt wird. Sofern euch Preise mitgeteilt werden, fragt nach, ob es sich dabei um Netto- oder Bruttopreise handelt. Beide Punkte scheinen bei der Firma scNet keine Selbstverständlichkeit zu sein.

Erste Hilfe für das MacBook

10. Dezember 2008

Da die Boxen meines MacBooks in letzter Zeit regelmäßig aussetzen, war gestern ein Anruf bei der Apple-Hotline nötig. Der erste Schritt, den der Apple-Support in 99,9% bei solchen Fällen mit einem macht, ist das Zurücksetzen des PRAM und NVRAM. Dies scheint das Penicillin für MacBooks zu sein und behebt i.d.R. die meisten kleineren Fehler. Zusätzlich kann es hilfreich sein, auch die Systemkonfigurationsdateien zurückzusetzen. Hierbei muss man allerdings in Kauf nehmen, dass man einige Einstellungen (z.B. WLAN) neu vornehmen muss.

Bei mir war das Zurücksetzen erfolgreich und meine Boxen laufen jetzt wieder reibungslos. Bei kleineren Problemen kann man also getrost selber erste Hilfe leisten, bevor man zum Telefonhörer greift.

Zurücksetzen des PRAM und NVRAM (Anwendung auf eigene Gefahr!):

  • MacBook ausschalten
  • Akku entnehmen
  • Für 10 Sekunden den An/Ausschalter betätigen
  • Akku wieder einlegen
  • Die Tasen ALT + APFEL + P + R gedrückt halten und das MacBook einschalten
  • Die Tastenkombination gedrückt halten bis man zum dritten Mal den Startton hört

Zurücksetzen der Systemkonfigurationsdateien (Anwendung auf eigene Gefahr!):

  • Finder öffnen
  • Unter Geräte -> Macintosh HD in den Ordner Library wechseln
  • In den Ordner Preferences wechseln
  • Den Ordner SystemConfiguration auf den Desktop ziehen (ausschneiden, nicht kopieren)
  • MacBook neu starten
  • Bei einwandfreiem Betrieb kann der alte Ordner SystemConfiguration (der auf dem Desktop) gelöscht werden

Magnetische Stolperfalle

29. Mai 2008

Vor meinem MacBook besaß ich zunächst ein Toshiba, und davor ein Fujitsu-Siemens Notebook. Die beiden letztgenannten hatten natürlich keinen patentierten magnetischen MegSafe-Stecker, so dass ich beim Stolpern über eine ausgelegte Stromversorgung das gesamte Notebook zu Boden gerissen hätte. Glücklicherweise ist mir dies nie passiert. Ganz anders sieht das beim MacBook aus. Seit dem ich es mir vor rund einem halben Jahr gekaufte habe, bin ich ungefähr ein Dutzend Mal über das weiße Kabel gestolpert. Entweder ist das ein ganz dummer Zufall oder einfach die unterbewußte Gewissheit, dass nichts passieren kann.

iGeschafft

1. April 2008

Irgendwas scheint ja doch an diesem Apple-Hype was dran zu sein. Ich hätte mir jedenfalls nicht vorstellen können, dass ich es in knapp einem halben Jahr nach dem Kauf meines MacBooks schaffe, einen sehr guten Freund und eingefleischten Windows Vista Nutzer, ebenfalls zu einem MacBook zu überreden. Umso überraschter war ich heute, als er mir von dem Kauf erzählte.

MacBook Speicheraustausch in zwei Minuten

6. Februar 2008

Angesichts der derzeit sehr günstigen Speicherpreise habe ich beschlossen mein MacBook von 1 GB auf 2 GB aufzurüsten – man kann ja schließlich nie genug Speicher haben. Entschieden habe ich mich für 2×1 GB OCZ DDR2-667 CL5 SO-DMM, da mir hier das Preis-/Leistungsverhältnis am besten erschien. Knapp 50 EURO für 2 GB Arbeitsspeicher ist ein guter Preis.

Das MacBook wird standardmäßig mit 1 GB Arbeitsspeicher ausgeliefert, wobei Apple hierbei zwei Riegel mit je 512 MB verbaut hat. Hier wird oft kritisiert, dass Apple lieber einen Riegel mit 1 GB hätte verbauen soll, da man so besser aufrüsten könnte. Dieses Argument kann ich aber nicht teilen. Der Vorteil von zwei Riegeln ist die Nutzung der Dual-Channel Adressierung des Speichers, was eine Leistungssteigerung von bis 15% bringen kann. Hätte Apple nur einen Riegeln verbaut, würde man nicht nur auf eine schnellere Speicheradressierung verzichten, sondern man hätte sogar Probleme beim Aufrüsten. Glaubt man nämlich der Fachpresse, so funktioniert die Dual-Channel Adressierung nur einwandfrei bei baugleichen Speicherriegeln.

Mit den richtigen Suchbegriffen und der Suchmaschine der Wahl findet man eine Vielzahl an Anleitungen zum Speicheraustausch beim MacBook, welcher wirklich einfach von statten geht. Im MacBook selber findet man sogar eine kurze Anleitung, wie man den Speicher ausbaut. Da Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, fasse ich mich kurz und präsentiere das Ganze in einem kurzen Video.

Hilfsmittel: ein 10 Cent Stück und einen (sehr) kleiner Schraubenzieher.

So gehts:

  • Akku mit dem 10 Cent Stück entriegeln
  • Akku herausnehmen
  • 3 Schrauben der Metallhalterung vor dem Speicher lösen
  • Metallhalterung herausnehmen
  • Schieber der Speicherbänke nach links ziehen
  • Speicher raus nehmen
  • Neuen Speicher einsetzen (auf korrekte Position des Schlitzes achten)
  • Metallhalterung wieder anschrauben
  • Akku einsetzen
  • Akku mit 10 Cent Stück verriegeln
[MEDIA=15]

In unbewegten Bilder kann man sich das Ganze z.B. auch hier ansehen. Übrigens: glaubt man der Netzwelt, so verliert meine seine Garantieansprüche nicht, wenn man selbst zum Schraubenzieher greift. Bei Apple konnte ich dazu leider keine Informationen finden.

Time Machine bockt

3. Februar 2008

Ich hatte mir eine kleine 80 GB Festplatte gekauft um meinen Mac regelmäßig mit Time Machine zu sichern. Schließlich ist Time Machine bei OS X dabei, und wird von Apple empfohlen. Die Software macht zuerst ein komplettes Image und sichert danach inkrementell. Entweder automatisch jede Stunde, jeden Tag, jede Woche oder manuell. Vom Prinzip her also nicht schlecht. Die erste Sicherung lief ohne Probleme in unter einer Stunde durch (ca. 20 GB).

Heute wollte ich dann die zweite (also inkrementelle) Sicherung machen. Nachdem Time Machine die Vorbereitung abgeschlossen hatte, begann die Software zu kopieren. Dabei tröpfelten die Daten ziemlich spärlich auf die Festplatte. Wenige Kilobyte pro Minute, bis der ganze Vorgang dann irgendwann abbricht:”Eine Sicherung konnte nicht durchgeführt werden!”. Manchmal kommt das Programm bis knapp 100 MB, manchmal schafft es auch nur wenige Kilobyte. Zuerst dachte ich die Festplatte hat einen Defekt, aber eine Diagnose zeigte keine Fehler. Nachdem ich das Ganze nun mehrere male ohne Erfolg ausprobiert habe landete deshalb Time Machine heute im Papierkorb.

Auf eine Sicherung wollte ich aber trotzdem nicht verzichten. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem Image-/Sicherungsprogramm gemacht. Ein wenig Google und ein paar Forums-Einträge weiter hatte ich Carbon Copy Cloner auf meiner Festplatte installiert.

CCC 3.0 features a new interface designed to make the cloning and backup procedure more intuitive and more responsive. Users have better control over what gets backed up, and are provided with detailed information about the progress of their backup. In addition to general backup, CCC can also clone one hard drive to another, copying every single block or file to create an exact replica of your source hard drive. CCC’s block-level copy offers the absolute best fidelity in the industry!

Installiert, einmal gesichert, zweimal gesichert. Alles ohne Probleme.