Archiv für die Kategorie ‘Studium’

Gut, dass ich nicht abergläubisch bin

13. November 2008

Sonst würde meine Abschlussarbeit, welche ich im 13. Fachsemester am 13.11.08 angemeldet habe und bis zum 13.02.09 abgeben muss, irgendwie unter einem schlechten Stern stehen.

“Mifare Hack” – Uni Essen sieht aktuell keinen Handlungsbedarf

23. September 2008

Im Dezember 2007 stellte der CCC zum ersten Mal den, in Zusammenarbeit mit der University of Virgina durchgeführten, “Mifare Hack” im Rahmen des 24C3 vor. Im April dieses Jahres berichtete auch die Computerzeitschrift c’t über Mifare.

An der Universität Essen werden sowohl in den Studenten-, als auch in den Zugangskarten, Chips vom Typ “Mifare Classic” eingesetzt. Partner der Universität ist die Firma Intercard. Kurz nach Erscheinen des Artikels in der c’t hat Intercard eine Stellungnahme online gestellt. In der Stellungnahme heißt es u.a.:

Bis vor wenigen Tagen hatten wir uns der Analyse des angesehenen niederländischen TNO Instituts angeschlossen, die im Wesentlichen den Wechsel auf eine andere Karte binnen zwei Jahren zusammen mit ein paar kurzfristigeren Ansätzen als ausreichend eingeschätzt hatten. Für InterCard steht nach den neuesten Informationen aber fest, dass die Mifare Classic in der jetzigen Form schon in sehr viel näherer Zukunft, abhängig vom Einsatzgebiet und der Risikoeinschätzung des jeweiligen Kunden, als nicht mehr ausreichend sicher einzustufen ist.

Die “sehr viel näherer Zukunft” scheint nun nicht mehr weit weg, denn im Oktober 2008 wird der CCC zeitgleich mit neuen Ergebnissen eines niederländischen Forscherteams ein neues Angriffsszenario der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dem neuen Algorithmus, ist es möglich, den Schlüssel eines Lesegerätes in einer Zeit von 12 bis 200 Sekunden zu berechnen. Für das Auslesen einer Karte reichen 100ms. Ab Oktober lassen sich also Mifare-Classic-Chips – genügend kriminelle Energie vorausgesetzt – mit sehr wenig Aufwand “knacken”.

Auf meine Nachfrage hin, sieht die Universität Essen aktuell keinen Handlungsbedarf und beruft sich auf die Stellungnahme der Firma Intercard. Erst mit der Einführung einer neuen Karte im Rahmen der Universitätsallianz Metropole Ruhr soll auf neuste Kartentechnologie gewechselt werden. Was in diesem Zusammenhang mit “neuste Kartentechnologie” gemeint ist, und wann der Wechsel erfolgen soll, bleibt offen.

Weitere Informationen zum “Mifare-Hack” in Chaosradio Express Ausgabe 98.

Zu viel Sonne

13. Mai 2008

Irgendwie muss am Wochenende die Sonneneinstrahlung auf meinen Kopf zu hoch gewesen sein. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ich übersehen konnte, dass heute Pfingsferien sind und dementsprechend keine Uni ist. Allein der Blick auf den fast leeren Uni-Parkplatz hätte mir eigentlich zu denken geben mussen. Wobei ich das noch auf das sonnige Wetter geschoben habe. Der komplett leere (und dunkle) Hörsaal hat mir dann aber zu denken gegeben.

Kreative Recycling Idee

25. April 2008

An der Uni kann das Skript einer Vorlesung mitunter schon mal 300 Seiten überschreiten. Spontan würden mir nicht viele Ideen der Wiederverwendung, neben dem Altpapier, einfallen. Studenten der Universität Duisburg-Essen waren da etwas kreativer. Sie bastelten sich aus einem äußerst umfangreichen Skript einen Tisch. Dabei war das Glossar der Unterlagen sogar so umfangreich, dass es für einen kleinen Hocker reichte. Bei der Anzahl an Skripten die während eines Studiums zusammenkommen, dürfte die Anzahl an Einrichtungsgegenständen nach ein paar Semestern für einige Zimmer ausreichen. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern unterstützt den Studenten auch beim Lernen.

Alle Bilder gibt es hier zu sehen.

Mathe, Mathe und wieder Mathe

21. Januar 2008

Mathematik I und Mathematik II machen in meinem Studiengang 18 ECTS und damit 10% meiner benötigten Gesamtpunkte aus. Trotzdem ist Mathematik aufgrund der interdisziplinären Natur meines Studiums “nur” ein Nebenfach in dem thematisch Oberstufenstoff behandelt wird.

In diesem Jahr stand Mathematik II auf meinem Plan. Nachdem der Vortermin eine “normale” Durchfallquote von ca. 60% hatte, war ich eigentlich guter Dinger. Aber wie das immer so ist, erstens kommt es anders, und zweites als man denkt. Im Nachtermin sind dann gleich mal ca. 90% durchgefallen (mich eingeschlossen). Aufgrund der hohen Anzahl an Studenten und der hohen Durchfallquote wurde ein weiterer Termin angeboten (was wirklich großen Seltenheitswert hat). Heute kamen die Ergebnisse und man hatte sich wieder auf eine Durchfallquote von 60% gefangen (mich erneut eingeschlossen). Für mich und weit über Hundert andere Studenten heißt das nun, ein weiteres Semester in meinem Studium und noch einmal Studiengebühren bezahlen. Alles wegen einer einzigen Klausur aus einem Nebenfach.

Jetzt muss man sich natürlich die Frage stellen: warum ist das so? Sind die Studenten zu dumm? Sind die Studenten zu faul? Ist die Klausur zur schwierig? Fakt ist, man bekommt im Studium nichts geschenkt und kein Studium der Welt ist einfach. Ich erwarte allerdings, dass ich mit entsprechender Vorbereitung, dem Stoff der Vorlesung und den angebotenen Übungen eine faire Chance bei einer Klausur habe. Dies war m.M.n. beim ersten Nachtermin (90% Durchfallquote) nicht, und beim Sondertermin nur bedingt der Fall. Viele Aufgaben waren nur mit mathematischen Tricks zu lösen und die Aufgaben als solches entsprachen vom Schwierigkeitsgrad her in keinster Weise den in den Übungen behandelten Aufgaben. Apropos Übungen. Eine der Übungen sollte eigentlich direkt durch den Professor gehalten werden. Bis auf ein einziges Mal habe ich ihn allerdings nie in der Übung gesehen. Er lies sich regelmäßig von seinen Mitarbeitern vertreten. Und ohne diesen zu nahe kommen zu wollen, die Lernkurve in den Übungen tendierte gegen null. Dies lag aber primär daran, dass man sowohl die indische, als auch die chinesische Mitarbeiter einfach nicht verstanden hat. Zum Sondertermin wurden dann zusätzliche Tutorien angeboten in denen der Klausurstoff noch einmal vermittelt werden sollte. Man konnte Fragen stellen und gemeinsam Aufgaben bearbeitet. Sinnvoller wäre es allerdings gewesen, wenn einem die Aufgaben auch wirklich mal erklärt worden wären. Das Problem bei vielen Aufgaben ist nämlich nicht, dass sie schwierig zu rechnen sind, sondern das man irgendetwas erkennen muss um dann zu entscheiden, welchen Rechenweg man anwendet.

Die ganze Schuld auf den Professor zu schieben ist ziemlich einfach. Deshalb gebe ich auch zu, dass ich mich noch intensiver hätte vorbereiten können, noch mehr lernen zu können, und sich intensiver mit dem Stoff zu befassen. Ich finde es nur Schade, dass mit Mathematik eine (unnötige) Hürde geschaffen wird über die viele Studenten stolpern. Vor allem aber stoßen immer wieder die gleichen Argumente aufeinander ohne das eine Änderung eintritt: “die Klausur ist zu schwierig” vs. “die Studenten sind nicht gut vorbereitet.“

T-Shirts für die Masse und 5 EURO für die Lehre

18. Oktober 2007

Wie ich bereits berichtet habe, hat der Dekan der Universität Essen für die Ver(sch)wendung von Studiengebühren eine richtig tolle Idee: für alle Erstsemester soll es T-Shirts mit Uni Essen Aufschrift geben. Und von dieser Idee, lies er sich nicht abbringen. Alle Erstsemester (übrigens auch Master-Erstsemester) der Fachbereiche Angewandte Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Lehramtsstudiengänge bekommen zum Uni-Auftakt einen Gutschein für ein T-Shirt – finanziert aus Studiengebühren. Während Männer dabei noch die Auswahl zwischen fünf Farben haben, gibt es die T-Shirts für Frauen nur in Pink.

Dazu passend dann auch gleich ein anderes Extremum. Seit Jahren ist es in der Veranstaltung “Investition und Finanzierung” üblich, die für die Vorlesung, Übung und Tutorium benötigten Unterlagen ausschßliech auf CD-ROM zu bekommen. Kosten für jeden Studenten der die Veranstaltung hören muss: 5 EURO. Das dieses Semester zum zweiten mal Studiengebühren bezahlt wurden, hat auch daran nichts geändert.

Uni Essen baut und baut und baut

20. September 2007

Seit knapp 5 Jahren studiere ich nun an der Universität in Essen. Von Beginn an, habe ich regelmäßig im uni-eigenen Parkhaus geparkt. Und wie jedes Parkhaus, hat auch dieses Parkhaus ein Treppenhaus. Dieses Treppenhaus dient, seit dem ich es regelmäßig von innen sehe, der Verbreitung von Wohnungsgesuchen, Jobangeboten und Party Bekanntmachungen. Diese Tapete aus Zetteln verdeckt die darunterliegende Grafitti, was einen positiven Nebeneffekt darstellt. Deutlich machen möchte ich damit eigentlich, dass dieses Treppenhaus einen Stellenwert hat, der ziemlich genau gegen Null tendiert. Der Blog-Eintrag wäre also überflüssig, wenn, ja wenn, nicht genau dieses Treppenhaus gerade einen frischen Anstrich bekommen würde. Zum ersten mal seit 5 Jahren hat die Uni Essen Geld für eine (aus meiner Sicht) völlig überflüssige Aktion.

Ich könnte jetzt noch einen drauf setzen, und behaupten, dass der Anstrich aus Studiengebühren bezahlt wird. Das kann ich aber nicht belegen. Was ich aber belegen kann, ist, dass in der gerade abgelaufenen Zeit für die Prüfungsanmeldungen genau eine Person für die Anmeldung von knapp 1000 Studenten zuständig war. Schlangen von bis zu 30 Personen und Wartezeiten bis zu 1 Stunde waren keine Ausnahme. Aber dafür hat die Uni ja auch vor einem halben Jahr einen großen Warteraum gebaut.

Wahrscheinlich sind all die Maßnahmen, die einem gerade als Student an der Uni Essen ins Auge springen, und bei denen man sich fragt wo das Geld dafür auf einmal her kommt, nicht aus Studiengebühren finanziert worden.
Man muss die Topfe halt nur gut verschieben können.

Uni Essen: T-Shirts statt Lehre

29. August 2007
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Ungefähr 650 EURO werde ich in der nächsten Woche an die Universität Duisburg-Essen zahlen. Davon 150 EURO Semesterbeitrag und 500 EURO Studiengeühren. Letzteres ist eigentlich für die Verbesserung der Lehre vorgesehen. Eigentlich. Den einen Teil meiner Gebühren bekommen die neuen Erstsemester. Das Dekanat der Uni hat nämlich beschlossen, den Neustudenten ab dem Sommersemester 2007 ein sog. Welcome-Package zu spendieren. Inhalt: ein Gutschein für ein T-Shirt (selbstverständlich mit Uni-Logo), sowie weitere Gutscheine für Kneipen und Restaurants. Kosten: ~ 10.000 – 15.000 EUR. Finanziert aus Studiengebühren. Die Fachbereiche BWL, VWL, und Wi-Inf wollen das Ganze umsetzten. Geplant ist auch die Informatik mit einzuschließen. Die Informatiker sollen ja schließlich nicht lehr ausgehen.

Ist die Lehre in Essen schon so verbessert, dass man das Geld jetzt für Werbemaßnahmen aus den Fenster schmeißen kann? Ich glaube kaum.

Quelle: Fachschaft Systems Engineering Uni Duisburg-Essen, Campus Essen

Gesunder Menschenverstand?

7. Juli 2007

Zu meinem Studium gehört (leider!) ein Teil Betriebswirtschaftslehre, dabei u.a. auch die “wunderbare” Kosten&Leistungsrechnung. In dieser präsentierte sich mir heute, für die Klausurvorbereitung, folgende “Übungsaufgabe”:

Ein industrielles Unternehmen fertig und verkauft 7.500 Einheiten eines Produktes. Dabei entstehen folgende Kosten:

Herstellung
Löhne 88.000 €
Gehälter 6.000 €
RHB 78.000 €
Sonstige Kosten 20.000 €

Verwaltung&Vertrieb

Löhne 22.000 €
Gehälter 9.000 €
RHB 4.000 €
Sonstige 12.000 €

Folgende drei Teilaufgaben sollen nun gelöst werden:

a) Ermitteln Sie die Herstellkosten pro Einheit
b) Ermitteln Sie die Selbstkosten pro Einheit
c) Errechnen Sie den Gewinn, der pro Einheit erzielt wird, wenn der Verkaufspreis 70 € ohne MwSt. beträgt.

Ich bin in Mathe wirklich keine Leuchte, aber bei dieser Aufgabe frage ich mich, warum ich ein Studium benötige. Natürlich würde ich mich über eine solche Aufgabe in der Klausur freuen, aber im Vergleich zu dem ganze anderen Stoff verschlug es mir heute wirklich die Sprache.

Es handelt sich bei der Aufgabe um keine Trickaufgabe. Allein aus den gegebenen Informationen und Begrifflichkeiten kann man die Lösungen errechnen. Jeder der mag, kann seine Lösung gerne als Kommentar hinterlassen. Aber bitte ohne Lösungsweg (wäre ja noch schöner*g).

Online-Rückmeldung an der Uni Duisburg-Essen

23. Juni 2007

Fließen die ersten Millionen der Studiengebühren etwa in große IT-Projekte oder handelt es sich um eine lang geplante Verbesserung des Verwaltungsapparates? Wie dem auch sei, ab dem Wintersemester 07/08 können Studierende der Universität Duisburg-Essen sich online für das neue Semester zurück melden. Bezahlen kann man bequem per Lastschrift und Studienbescheinigungen können auch direkt am heimischen PC ausgedruckt werden. Das Portal für die Online-Rückmeldung erreicht man unter https://qs.uni-due.de/