Nachdem ich vor kurzem einen Bericht über Geotagging gelesen hatte, wollte ich einmal ausprobieren, ob mein PDA den Datenmassen gewachsen ist und ob das Ganze einfach, genau und gebräuchlich ist. Vom Prinzip her ist die Vorgehensweise aber ziemlich simpel.
Wer nicht den Luxus genießt eine Kamera mit integriertem GPS Empfänger zu besitzen, muss die GPS Daten mit einem separatem Gerät aufnehmen. Entweder über ein eigenes GPS-Gerät oder einen PDA mit GPS Antenne (intern oder extern). Darüberhinaus benötigt man eine Software die in periodischen Abständen die aktuelle Position speichert. Ich habe für meinen PDA die kostenlose Software outdoor-gps eingesetzt. Damit kann man die aktuellen GPS Informationen ausgeben lassen sowie Strecken und Wegpunkte aufzeichnen. Der Abstand der Aufzeichnungen ist ebenfalls einstellbar (ich habe zum testen 10 Sekunden gewählt). Nachdem man einen Track abgeschlossen hat, speichert die Software die Strecke in einer .gpx Datei. Diese kann man dann in Google Earth öffnen. Google legt dann die einzelnen Wegpunkte auf die Kartenkoordinaten und man erhält ein Ergebnis wie im oben angefügten Bild.
Für Fotografen ist das Ganze vor allem deswegen interessant, weil man damit Wegpunkte mit Bilder verknüpfen kann. Hierfür wird allerdings eine weitere Software (z.B. RoboGeo) benötigt. Robogeo verknüpft die GPS Daten mit den EXIF Informationen (Datum und Uhrzeit) der Bilder. Zusammen mit den beiden Informationen kann man sich dann in Google Earth den Weg, so wie die gemachte Fotos betrachten. Und dies genau dort, wo man die Fotos gemacht hat. Dies werde ich beim nächsten mal ausprobieren.
Fazit: der Speicher des Handy ist das geringste Problem. Ich habe für 45 Minuten, bei einer periodische Speicherung alle 10 Sekunden, 48 kB Daten produziert. Viel problematischer ist die Laufzeit des Akkus. Wer viel unterwegs ist, sollte eher zu einem reinen GPS Gerät greifen. Für eine Foto Session zwischendurch reicht das Handy mit GPS Empfänger aber allemal.